Rettungshundestaffel Weserbergland aus Bad Münder gestaltet die Plattenkiste von NDR 1 Niedersachsen

Viel zu erzählen gab es in der Sendung „Plattenkiste“ bei NDR 1 Niedersachsen. Am 19. Dezember zwischen 12 und 13 Uhr unterhielten sich Romana Lohmann, Rüdiger Lohmann und Karl-Heinz Hake mit Moderatorin Martina Gilica über die Arbeit der Rettungshundestaffel Weserbergland aus Bad Münder.

Karl-Heinz Hake hat zwei Hunde – Labrodore. Seine Frau hat ihn zur Rettungshundestaffel „mitgeschleppt“, verrät er heiter. Rüdiger Lohmann hat sich vor 11 Jahren dem Bundesverband Rettungshunde angeschlossen und ist seither auch Vorsitzender für die Rettungshundestaffel Weserbergland. Auch er und seine Frau haben zwei Hunde, einen Australian Shepherd und einen Irish Soft Coated Wheaten Terrier. Romana Lohmann lernte ihren Mann bei der Rettungshundestaffel kennen, sie hatte sich – und ihren Hund – bis dahin nur mit Obedience beschäftigt, findet die Rettungshundearbeit aber sehr viel interessanter.

Für die Ausbildung zum Rettungshund ist jeder Hund geeignet, der mindestens „kniehoch“ ist und von der Ausdauer her fähig, ein Gebiet zu durchsuchen, formuliert Romana Lohmann. Eine solche Ausbildung dauert etwas über zwei Jahre und sollte schon im Welpenalter begonnen werden. Moderatorin Martina Gilica, selbst Hundebesitzerin, kann die Arbeit einschätzen, die eine solche Ausbildung bedeutet: Sitz, Bleib, Platz … Es fängt grundsätzlich an mit solch einfachen Dingen zum Thema Gehorsam. Wichtig ist auch gutes Sozialverhalten – all das wird getestet und geprüft. Spielerisch erlernen die Tiere, was für einen Rettungshund nötig ist, erklärt Romana Lohmann.

Drei Mal die Woche wird trainiert, bis zu 50 Stunden im Monat kommen zusammen. Neulinge bei der Staffel lernen sich in einer Runde kennen, es gibt Leckerli vom in der Mitte Hockenden, der Hund lernt dabei auch die Kenndecke kennen. Diese bedeutet für ihn die Arbeit. Ein Hund als Flächensucher wird ausgebildet, um Menschen zu finden. So suchen diese geübten Hunde nur den menschlichen Geruch und finden deshalb auch über längere Strecken eine im Wald befindliche Person. „Das mag dann auch der Pilzsucher sein“, schmunzelt Rüdiger Lohmann.

Zu Einsätzen kommt es mitunter, wenn demente Personen aus ihrem Haus oder Heim abgängig sind. Das war für die Rettungshundestaffel Weserbergland in diesem Jahr bisher sechs Mal der Fall. Sie suchen in einem solchen Fall mit fünf weiteren Staffeln im Bereich der Polizeidirektion Göttingen in den Landkreisen Hameln, Holzminden, Göttingen, Osterode, Hildesheim, Schaumburg und Nienburg. Diese ehrenamtliche Arbeit ist rund um die Uhr immer wieder mal nötig. Ein Einsatzleiter teilt die Gebiete zu, in denen dann gesucht wird. Oft heißt es nach einem nächtlichen Einsatz, sich nur umzuziehen und gleich wieder im Büro den Dienst aufzunehmen.

Anfangen kann man als Helfer schon in jugendlichem Alter, auch ohne Hund selbstverständlich. Auch die Hundeausbildung kann der Jugendliche dann übernehmen – mit 16 kann man die Prüfung ablegen, kommt dann zwar noch nicht zum Einsatz, aber der Anfang ist gemacht. Wer also Lust oder Interesse hat: Die Rettungshundestaffel Weserbergland freut sich über alle, die mitmachen wollen, oder vielleicht auch spenden für diese wichtige Arbeit, denn es werden auch Geräte gebraucht, an denen die Hunde trainiert werden.

Für Rückfragen und für die Veröffentlichung dieser Kontaktdaten setzen Sie sich bitte mit Rüdiger Lohmann | Tel.: 0 50 42-14 12 | oder per Mail: in Verbindung.

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