Häufige Fragen

Wissenswertes

Wissenswertes

Rettungshundearbeit ist unser Metier.....

Jedes Jahr verschwinden etwa 100.000 Menschen in der Bundesrepublik spurlos, werden als vermisst gemeldet. Die Gründe für ihr Verschwinden sind dabei vielfältig. Einige haben sich verlaufen oder sind, aufgrund akut auftretender gesundheitlicher Probleme, nicht mehr in der Lage, sich zu orientieren und/oder zu artikulieren. Andere stehen, etwa nach einem Unfallereignis unter Schock und flüchten, ohne dabei eine örtliche Orientierung zu besitzen.

Ob alt oder jung ( etwa 40.000 Kinder), Eines ist ihnen allen gemein. Sie befinden sich in einer, für sie ausweglosen, nicht selten lebensbedrohlichen Situation und brauchen unsere Hilfe! Rettungshunde sind uns Menschen mit ihrer Nasenleistung um ein Vielfaches überlegen und somit die optimale Ergänzung für Mensch und Technik, um unsere Arbeit zu unterstützen.

Ob Sie sich als interessierter Laie, als potentieller Anforderer oder aber auch als Anwärter für Rettungshundearbeit informieren wollen, unsere Ansprechpartner stehen Ihnen für Rückfragen jederzeit und gern zur Verfügung.

Einsatz von Rettungshunden

Die deutlich überwiegende Anzahl von Einsätzen hierzulande betrifft die Suche nach vermissten Personen in der Fläche, also innerstädtisch (Fußgängerzonen, Parks, Naherholungsgebiete, Friedhöfe) aber auch auf dem Land, etwa in Wäldern, landwirtschaftlichen und industriellen Flächen. In den meisten Fällen gesucht werden Kranke, insbesondere dementiell Erkrankte, Personen, die regelmäßige Medikamentengaben oder suizidgefährdete Personen benötigen. Aber auch Kinder, Personen im Schockzustand, verletzte Wanderer, Sportler o.ä. gehören zu den Betroffenen.

Im Rahmen der Flächensuche bewegt sich der Hund frei. Er stöbert dabei in einem vom Hundeführer vorgegebenen Gebiet. Mithilfe seiner Nase arbeitet er dabei jeden menschlichen Geruch aus. Jeder Mensch in dem Suchgebiet wird dem Hundeführer angezeigt. Unter optimalen Bedingungen nimmt der Hund Witterung über mehrere hundert Meter Entfernung wahr.

Ein Rettungshund ist in der Lage, eine Fläche von ca. 30.000 m² in ca. 30 Minuten auszuarbeiten. Zur Verdeutlichung: Für die gleiche Fläche sind etwa 80 Personen erforderlich. Zudem ist der Hund aufgrund seiner bis zu 100.000 Riechzellen tageszeitunabhängig in der Lage zu arbeiten und damit auch nachts oder bei schlechten Sichtverhältnissen.

Welche Hunde sind fuer die Arbeit als Rettungshund am ehesten geeignet?

Für die Arbeit als Rettungshunde eignen sich am besten mittelgroße, spiel- und lauffreudige Hunde. Kleinere Hunde wie etwa Dackel, Chiahua, Malteser etc. werden es aufgrund ihrer kurzen Beine auf die Dauer schwer haben, den Hindernissen auszuweichen bzw. sich durch das Dickicht zu arbeiten. Viel wichtiger ist, dass die Hunde, die in der Staffel mitarbeiten sollen, gesund sind, d.h. keinerlei gesundheitliche Einschränkungen, auch keine rassebedingten, gesundheitlichen Einschränkungen haben ( wie etwa Mops oder Französische Bulldogge ).

Auch große und schwere Hunde ( Bernhardiner, Neufundländer etc. tun sich erfahrungsgemäß mit der körperlichen Beanspruchung auf die Dauer eher schwer. Am wichtigsten ist, dass die Hunde spielfreudig und im Umgang mit Mensch und Hund gut sozialisiert sind. Sie sollten außerdem wesensfest und nicht schreckhaft sein.

Wie lange existiert die BRH Rettungshundestaffel Weserbergland e.V.?

Die Staffel existiert seit 2006. In den zurückliegenden Jahren ist bereits viel geleistet worden. Aber wie in den meisten Sportarten heißt es auch bei uns: „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel!“. Es gibt viel zu tun! Pack mit an – und sei ein Teil dieser tollen Gruppe!

Wem gehoeren die Hunde der Rettungshundestaffel?

Die Hunde gehören den einzelnen Mitgliedern der Staffel und leben mit diesen in den jeweiligen Haushalten.

Wie kann ich einen Schnuppertermin/ein Schnuppertraining vereinbaren?

Für einen „Schnuppertermin“ setzen Sie sich daher bitte mit der Ausbildungsleitung bzw der Staffelleitung, telefonisch oder über unser Kontaktformular in Verbindung.

Warum benoetigt die Staffel ein Einsatzfahrzeug?

Im Einsatzfall vergehen zwischen Alarmierung und der Fahrt zum Einsatzort häufig nur Minuten. Da Einsätze nicht vorhersehbar sind und zum Einsatzort, neben den Rettungshunden, auch diverses Equipment mitgeführt werden muss, z.B. Notstromaggregat, Rechner, Drucker (zum Ausdrucken von Kartenausschnitten des Einsatzgebietes), Funkgeräte, Lichtquellen, Wasser und Futter für die Vierbeiner, Einsatzkleidung der Teams, Einsatzrucksäcke, Erste-Hilfe-Ausrüstung etc. würde der Zeitverlust und die Abnutzung, durch regelmäßiges Ein- und Auspacken in bzw. aus Privatfahrzeugen zu groß.

Außerdem ist es sinnvoll, wenn die Einsatzkräfte und Hunde die Möglichkeit haben, nach dem Einsatz im Einsatzgebiet, auch zu pausieren und dabei geschützt zu sein vor Kälte, Hitze, Regen etc.

Zu guter Letzt fahren wir gemeinsam mit dem Einsatzfahrzeug auch zu Fortbildungen und gemeinsamen Übungen mit anderen Rettungshundestaffeln und Organisationen.

Zeitaufwand

Welcher wöchentliche Zeitaufwand kommt auf mich zu?

Der Zeitaufwand differiert. Grundsätzlich findet in der Woche, jeweils mittwochs, in der Zeit von 17:30 Uhr – 20.30 Uhr Training für Unterordnung und Geräte auf unserem Vereinsgelände in Bad Münder statt. Zusätzlich treffen wir uns an einem der beiden Tage am Wochenende für das Training der Flächensuche. Zweimal pro Monat, jeweils samstags, in der Zeit von 14:00 – 18:00 Uhr und zweimal pro Monat, jeweils sonntags von 10:00 – 17:00 Uhr. Die jeweiligen Trainingsorte werden den Mitgliedern rechtzeitig über unseren Terminkalender mitgeteilt, der über den internen Bereich der Website zu erreichen ist. Interessierte wenden sich hierzu bitte an Staffel- bzw. Ausbildungsleitung.

Außerdem fallen regelmäßig Schulungen der Hundeführer zu verschiedenen Themenbereichen, etwa im Bereich „Erste Hilfe-Mensch“, „Erste Hilfe-Hund“, Umgang mit Kompass & Karte, Funk, Verhalten in Einsätzen, etc. sowie mehrmals jährlich Arbeitsdienste an, bei denen wir unser Vereinsgelände und Gerätschaften instand halten bzw. instand setzen. Pro Woche kommen so in etwa 10 Stunden Zeitaufwand zusammen. Dessen sollte man sich bewusst sein.

Ausbildung

Flächensuche

Die deutlich überwiegende Anzahl von Einsätzen hierzulande betrifft die Suche nach vermissten Personen in der Fläche, also innerstädtisch (Fußgängerzonen, Parks, Naherholungsgebiete, Friedhöfe) aber auch auf dem Land, etwa in Wäldern, landwirtschaftlichen und industriellen Flächen. In den meisten Fällen gesucht werden Kranke, insbesondere dementiell Erkrankte, Personen, die regelmäßige Medikamentengaben oder suizidgefährdete Personen benötigen. Aber auch Kinder, Personen im Schockzustand, verletzte Wanderer, Sportler o.ä. gehören zu den Betroffenen. Im Rahmen der Flächensuche bewegt sich der Hund frei. Er stöbert dabei in einem vom Hundeführer vorgegebenen Gebiet. Mithilfe seiner Nase arbeitet er dabei jeden menschlichen Geruch aus. Jeder Mensch in dem Suchgebiet wird dem Hundeführer angezeigt. Unter optimalen Bedingungen nimmt der Hund Witterung über mehrere hundert Meter Entfernung wahr. Ein Rettungshund ist in der Lage, eine Fläche von ca. 30.000 m² in ca. 30 Minuten auszuarbeiten. Zur Verdeutlichung: Für die gleiche Fläche sind etwa 80 Personen erforderlich. Zudem ist der Hund aufgrund seiner bis zu 100.000 Riechzellen tageszeitunabhängig in der Lage zu arbeiten und damit auch nachts oder bei schlechten Sichtverhältnissen.

Wo finden Trainings und Übungen statt?

Unterordnung und Gerätetrainings finden zumeist auf unserem Vereinsgelände statt. Wir sind allerdings auch an verschiedenen Terminen im Jahr bei Veranstaltungen, als Mitaussteller, präsent, um Laien und Interessierten einen ersten Eindruck in unsere Arbeit zu vermitteln. Und natürlich haben Mitglieder jederzeit die Möglichkeit, sich, in Absprache mit der Staffelleitung, zu den bundesweit stattfindenden Seminaren des BRH anzumelden. Für die Flächensuche verfügen wir allerdings über zahlreiche Suchgebiete.

Welche Formen der Ausbildung gibt es?

Grundsätzlich gibt es die Flächen- und die Trümmersuche sowie das sog. Mantrailing und die Wasserortung. In unserer Staffel widmen wir uns allerdings aktuell der Flächensuche und der Wasserortung. Weitere Informationen zu den einzelnen Bereichen findest Du im Bereich Ausbildung Hund.

Wie wird der Ausbildungsfortschritt sichergestellt?

Neben den praktischen Einheiten, deren Erfolg durch regelmäßige Prüfungen durch Leistungsrichter überprüft wird, finden auch regelmäßig Theorieeinheiten statt, die zum Abschluss eine Lernkontrolle beinhalten. Die meisten Ausbilder des BRH sind zertifiziert oder befinden sich gerade in der Zertifizierung und werden laufend weiter geschult. Jedes ordentliche Mitglied des BRH hat die Möglichkeit, sich in Abstimmung mit der Staffelleitung, zu weiteren Schulungen unterschiedlichster Themenbereiche anzumelden, um sich weiter zu bilden.

Wer bildet meinen Hund aus?

Letzten Endes ist jeder Hundebesitzer für die Ausbildung seines Hundes selbst verantwortlich. Das ist auch in unserer Staffel der Fall. Wir unterstützen Dich allerdings nach Kräften dabei, mit Deinem Hund als Team zusammen zu wachsen, ihn zu führen, zu leiten und Euch gegenseitig das Vertrauen zu vermitteln. Du lernst Deinen Hund zu „lesen.“

Wie erfolgt die Ausbildung meines Hundes?

Die Hunde werden ausschließlich über positive Bestätigung ausgebildet. Gewalt in der Ausbildung lehnen wir ab.

In welchem Alter kann ich mit der Ausbildung meines Hundes beginnen?

Idealerweise beginnst Du bereits im Welpenalter, also nach erfolgter Schutzimpfung bzw. Immunisierung mit der spielerischen Ausbildung Deines Hundes. Aber auch ältere, spielbegeisterte Hunde sind bei uns schon zu sehr erfolgreichen Flächensuchhunden ausgebildet worden.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Die Ausbildung eines Rettungshundes ist sehr zeitintensiv. Der Schulung als Begleithund, die mit der Begleithundeprüfung abgeschlossen wird und verschiedene Bereiche der Unterordnung abdeckt, schließt sich die eigentliche Ausbildung in der Flächensuche oder als Mantrailer an. Für die Ausbildung zum Rettungshund werden in etwa 2,5-3 Jahre benötigt. Anschließend finden jährliche Wiederholungen der Rettungshundeprüfung und regelmäßige Einsatzüberprüfungen statt.

Kosten

Welche Kosten entstehen und wann?

Neben dem Aufnahmebeitrag von 65,00 € und dem Jahresbeitrag von 70,00 € für Einzelmitglieder und 100,00 € für Familien gilt Folgendes:

Für die Probezeit ( 6 Monate ) fällt ein Betrag von 100,00 € an, die, im Falle der Fortsetzung einer ordentlichen Mitgliedschaft, mit dem Jahresbeitrag verrechnet werden.

Die Kosten für Verpflegung und Gesunderhaltung des Hunde obliegen dem Hundeführer, also dem Besitzer. Darüber hinaus müssen Impfschutz und Haftpflichtversicherung gewährleistet sein. Hierzu hat der Hundeführer regelmäßig einen Nachweis zu führen. Zur Erleichterung gibt es für jedes aktive Mitglied die Möglichkeit, über einen Rahmenvertrag des BRH, die Hunde zu besonders günstigen Konditionen gegen Haftpflichtrisiken zu versichern.

Für den Anfang benötigt der Hund folgende Ausrüstung:

Leinen ( ca. 1 – 2 m )
Wetterfeste Bekleidung
Weste oder Bauchtasche/Rucksack
Belohnung für den Hund ( Futter, Spielzeug )
Puderdose oder Seifenblasen
Taschenlampe u. Stirnlampe ( in der dunklen Jahreszeit )
Wassernapf / Trinkflasche ( für die Arbeit im Gelände )

Nach Ablauf der Probezeit müssen folgende Ausrüstungsgegenstände noch dazu gekauft werden:

Fleecejacke mit Rückenstick ca. 45,00 €
Poloshirt mit Aufdruck ca. 25,00 €
Koppel ca. 11,00 €
Einsatz-Sicherheitsstiefel ca. 120,00 €
Einsatzkleidung ( ant. Kostenbeteiligung ) ca. 40,00 €
Kompass ca. 60,00 €
Arbeitshandschuhe ca. 10,00 €
Rettungshundeleine ca. 20,00 €
Kenndecke Hund ( Pfand )* ca. 15,00 € *

Das Pfandgeld wird bei Beendigung der Mitgliedschaft und Rückgabe der Kenndecke an den/die Hundeführer/in ausgezahlt.

Einsatz

Ab wann kann ein Mitglied in den Einsatz gehen?

Voraussetzung sind eine aktive Mitgliedschaft, Volljährigkeit, ein erfolgreich bestandener Einsatztest und die Teilnahme an einer Einsatzunterweisung.

Wieviel Einsätze pro Jahr finden statt?

Die Anzahl der Einsätze ist sehr variabel und hängt von den Alarmierungen durch die jeweiligen Rettungsleitstellen ab. Auch Nachalarmierungen durch andere Staffeln sind möglich und nicht ungewöhnlich.

Wie werde ich an das Einsatzgeschehen herangeführt?

Bereits in der Probezeit werden alle ( angehenden ) Hundeführer in Theorie- und Praxiseinheiten regelmäßig geschult und sukzessive auf mehr und größere Aufgaben vorbereitet. Nach den erforderlichen, erfolgreich bestandenen Prüfungen, sowohl in der Unterordnung als auch in der Flächensuche, wirst Du zunächst als 3. Suchgruppenhelfer an das Einsatzgeschehen herangeführt und erhältst so die Möglichkeit, Dich psychisch und physisch auf das Einsatzgeschehen einzustellen.

Wann ist mein Hund einsatzfähig?

Die Einsatzfähigkeit eines Hundes hängt von mehreren Faktoren ab: Zunächst muss er mit dir die Prüfung zum Rettungshund gem. Prüfungsordnung des BRH erfolgreich bestanden haben. Darüber hinaus führt der Zugführer der Staffel eine Einsatzüberprüfung durch. Allerdings wird nicht nur die Einsatzfähigkeit des Hundes, sondern auch des Hundeführers überprüft, denn letzten Endes ist der Erfolg von Eurer Eigenschaft als Team abhängig.

Alarmierung

Welche Kosten entstehen für einen Alarmierenden?

Dem Alarmierenden entstehen keinerlei Kosten!

Mitgliedschaft

Gibt es ein Mindestalter?

Grundsätzlich nicht.

Minderjährige dürfen allerdings nur mit Zustimmung der Erziehungsberechtigten eintreten und nur am Trainingsgeschehen teilnehmen. Zur Teilnahme an einem Einsatz ist, neben den Ausbildungsvoraussetzungen, die Vollendung des 18. Lebensjahres und damit die Volljährigkeit des Hundeführers erforderlich.

Gibt es eine Probezeit und wie lang dauert sie?

Die Probezeit beträgt regelmäßig 6 Monate und dient dazu, dass alle Beteiligten sich einen Eindruck davon verschaffen können, ob die gegenseitigen Erwartungen erfüllt werden können.