Anzeigearten

Verbeller

Beim Verbellen bleibt der Rettungshund, nach dem Auffinden durch den Hund, bei der vermissten Person und bellt so lange, bis der/die Rettungshundeführer/in beim Opfer eintrifft und weitere Maßnahmen ( Rettungskette ) ergreift.

Bringsler

Beim Bringseln nimmt der Rettungshand, bei Auffinden der vermissten Person, ein am Halsband befestigtes Teil ( das Bringsel ) ins Maul bzw. in den Fang und läuft damit zurück zum Rettungshundeführer, der ihm das Bringsel aus dem Fang nimmt. Der Rettungshund führt dann seinen Rettungshundeführer zu der vermissten Person.

Freiverweiser / Rückverweiser

Der Freiverweiser, auch Rückverweiser genannt, sucht, wie bei den übrigen Anzeigearten auch, zunächst die vermisste Person, kehrt unmittelbar nach Auffinden allerdings zum Hundeführer zurück und zeigt diesem durch ein trainiertes Signal, z.B. Sitz, Bellen, Aufnehmen eines Gegenstandes, an, dass er gefunden hat. Dann pendelt der Rettungshund, der Freiverweiser, solange zwischen dem Hundeführer und der vermissten Person, bis der Hundeführer bei der vermissten Person eingetroffen ist.

Mantrailer

Der Mantrailer ist ein Spezialist unter den Fährtensuchern. Denn anders als bei den übrigen Anzeigearten, bei denen jeder menschliche Geruch bzw. jede menschliche Person im Suchgebiet angezeigt wird, hält man dem Mantrailer eine Geruchsprobe in einem nicht mit Fremdgeruch kontaminierten Beutel vor die Nase., z.B. ein getragenes Kleidungsstück, ein Portemonaie ein Taschentuch oder Kopfkissenbezug. Der Hund prägt sich das Geruchsmuster ein. ( Ein Hund hat, im Gegensatz zum Menschen nicht nur einen Nasengang, sondern vier und kann Gerüche deswegen viel genauer differenzieren ) und verfolgt dann gezielt die frischeste Spur der vermissten Person. Dazu benötigt er einen Ausgangspunkt, z.B. etwa das ZImmer in einem Seniorenheim, ein Kinderzimmer oder auch ein Fahrzeug (den Ort, an dem die Person das letzte Mal gesehen wurde). Beim Mantrailing geht es allerdings nicht um sog. "Bodenverletzungen" also im Zweifelsfall um eine sichtbare Fährte, sondern der Hund, folgt, an einer langen Leine mit dem Rettungshundeführer dem spezifischen Geruch der vermissten Person.