Ausbildung

Die deutlich überwiegende Anzahl von Einsätzen hierzulande betrifft die Suche nach vermissten Personen in der Fläche, also innerstädtisch (Fußgängerzonen, Parks, Naherholungsgebiete, Friedhöfe) aber auch auf dem Land, etwa in Wäldern, landwirtschaftlichen und industriellen Flächen.

In den meisten Fällen gesucht werden Kranke, insbesondere dementiell Erkrankte, Personen, die regelmäßige Medikamentengaben oder suizidgefährdete Personen benötigen. Aber auch Kinder, Personen im Schockzustand, verletzte Wanderer, Sportler o.ä. gehören zu den Betroffenen.

Im Rahmen der Flächensuche bewegt sich der Hund frei. Er stöbert dabei in einem vom Hundeführer vorgegebenen Gebiet. Mithilfe seiner Nase arbeitet er dabei jeden menschlichen Geruch aus. Jeder Mensch in dem Suchgebiet wird dem Hundeführer angezeigt.

Unter optimalen Bedingungen nimmt der Hund Witterung über mehrere hundert Meter Entfernung wahr. Ein Rettungshund ist in der Lage, eine Fläche von ca. 30.000 m² in ca. 30 Minuten auszuarbeiten. Zur Verdeutlichung: Für die gleiche Fläche sind etwa 80 Personen erforderlich. Zudem ist der Hund aufgrund seiner bis zu 100.000 Riechzellen tageszeitunabhängig in der Lage zu arbeiten und damit auch nachts oder bei schlechten Sichtverhältnissen.